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»WESENLICH« Heft1
Zeichnungen von Christiane Marek
Einführung von Andreas Haug
Seitenabbildung aus »Wesenlich« Heft 1
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Abbildung Poster

Abbildung 3 Faltposter
»WESENLICH« Heft2
Zeichnungen von Christiane Marek
Aufsatz von Dr. Christoff Ehmer-von Geiso
Seitenabbildung aus »Wesenlich« Heft 1
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»Über das Wesen der Wesen« - von Christoff Ehmer-von Geiso

Die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung ist uns nicht angeboren. Wir entwickeln sie auch nicht aus uns heraus. Dazu benötigen wir den Anderen. Jemanden, der unser Inneres wahrnimmt, anhand unseres Äußeren, unserer Mimik, unserer Gestik, es in unseren Augen sieht – und der uns rückmeldet, was er in uns erkennt. Ebenfalls mit seinem Gesicht, seinen Gesten, nonverbal mit seinem Körperausdruck also. Aber auch mit Worten. Der Andere hält uns einen Spiegel vor. Einen besonderen Spiegel. In ihm sehe ich nicht in exakter Abbildung, wie ich bin oder was ich fühle, sondern was der spiegelnde Andere in mir sieht. Die gespiegelte Fremdwahrnehmung wird so zur Selbstwahrnehmung. Man sieht sich also nicht so, wie man ist. Vielmehr so, wie man gesehen wird.

Abbildung einer Zeichnung von Christiane Marek

Der Säugling, das Kleinkind fühlt noch nicht wie das größere Kind oder der Erwachsene. Es fühlt keine Zufriedenheit, keine Angst, keinen Ärger in der Weise wie die Großen. Obwohl es zufrieden, ängstlich oder ärgerlich ist. Vielmehr erlebt es wohl am ehesten hauptsächlich im Körperlichen wahrgenommene Sensationen. Etwas, das wir als diffuse innere Erregungen bezeichnen könnten. Diesen inneren Zuständen gibt das kleine Kind vom ersten Lebenstag an mimisch, mit Lauten und durch die Haltung und Bewegung seines Körpers Ausdruck. Denjenigen nonverbalen Ausdruck, den wir Älteren identifizieren als Ausdruck seiner Zufriedenheit, seiner Angst oder seines Ärgers. Es ist uns angeboren, ohne bewusst darüber nachzudenken, dem kleinen Wesen seine Mimik zu spiegeln. Wir machen ein trauriges Gesicht, wenn es uns traurig anschaut. Und wir kommentieren dies mit Worten, die die Traurigkeit des Kindes benennen. So lernt es, dass das, was es gerade in seinem Inneren erlebt, Trauer ist.

Damit das Kind unterscheiden kann, ob wir ihm das zeigen, was es selbst gerade erlebt, oder vielmehr das, was wir gerade aus uns heraus unabhängig von ihm empfinden, spiegeln wir ihm seinen inneren Zustand in einer spezifischen Weise. Wir benutzen dazu eine Verfremdung, nämlich eine Art theatralischer Übertreibung in unserem Körperausdruck, und die sogenannte Ammensprache. Daran erkennt das Kind, dass ihm gerade sein eigenes inneres Erleben vorgeführt wird, und dass es sich nicht um das originäre Erleben des Anderen handelt. Dieses von den Älteren gegenüber dem Kleinkind eingesetzte spiegelnde Ausdrucksverhalten mit der typischen Sprechweise wird bei allen Ethnien und in allen Kulturen der Welt beobachtet.

Es ist also nicht so sicher, ob ich im Anderen – anhand seiner Erscheinung – das sehe, was er in sich wahrnimmt, was in ihm »ist«. Der ratlos Aussehende muss nicht ratlos, die hochnäsig Wirkende muss nicht hochnäsig sein. Der Abweisende kann anlehnungsbedürftig, die Ängstliche kann wütend sein. Ich kann mich hilflos fühlen – und arrogant wirken. Ich kann »wissen«, was in mir vorgeht – oder mich darin täuschen. Herausfinden, was »wirklich« ist, können wir nur gemeinsam.






Abbildung Publikation Peekpac
»WESENLICH«
Zeichnungen von Christiane Marek
mit einer Einführung von Andreas Haug und einem Aufsatz von Dr. Christoff Ehmer-von Geiso
2 Hefte DIN A4 mit je 20 Seiten und 18 Abb.
und drei Faltblättern (42 x 63 cm) im Schuber
Cat.No. PP008
30,00 EUR (incl. 7% MwSt. zzgl. 3,00 EUR Versand)



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